Pflegeleitbild
Der Grundauftrag ist
die ganzheitliche Pflege, Betreuung und Begleitung von Menschen, die
infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf Hilfe
anderer angewiesen sind.
Hierbei
soll das christliche Verständnis bei allen Pflegenden der Grundsatz des
täglichen Arbeitsprozesses sein.
Das
Fundament allen pflegerischen Tuns ist die Achtung vor der Würde und
Einzigartigkeit menschlichen Lebens. Pflege ist Dienst am Menschen in
allen Lebenssituationen bis hin zum Sterben und zur Begleitung der
Angehörigen. Die Pflegenden müssen erkennen, daß die Ganzheitlichkeit des
Menschen die grundlegende Voraussetzung für eine optimale Pflege,
Betreuung und Begleitung ist. Als Ganzheitlichkeit definieren wir den
Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist.
Das
sachgerechte Handeln und Pflegen nach medizinischen Normen ist oberstes
Gebot, aber das menschliche Dasein muß für jeden Bewohner leb- und
erlebbar durch die Gestaltung seines individuellen Tagesablaufes sein.
Jeder
Pflegebedürftige ist auf seine Art als eine einzigartige Persönlichkeit
mit unterschiedlicher Intelligenz, Aktivität und Kontaktfreude, mit
unterschiedlichen Schicksalen und Lebensgeschichten, sowie mit
unterschiedlichen Temperamenten zu akzeptieren.
Wir
arbeiten und pflegen nach dem bedürfnisorientierten Pflegemodell von
Monika Krohwinkel, in dem Aufgaben und Verantwortung in den Bereichen
Pflege, Pflegedokumentation und Pflegeorganisation als pflegerische
Hauptaufgaben und Verantwortungen beschrieben sind. Primäres pflegerisches
Ziel ist die Unterstützung des pflegebedürftigen Menschen bei der
Erhaltung oder dem Wiedererlangen von Unabhängigkeit und Wohlbefinden in
den 13 relevanten Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (
AEDL ). Hierbei sind seine Bedürfnisse und Probleme genau zu erkennen und
das notwendige Maß an Pflege soll mit Hilfe einer Pflegeplanung zur
Aktivierung beitragen.
Mitarbeiterbild
1.
Qualität in der Pflege fordert als grundlegende Voraussetzung
hochmotivierte Mitarbeiter, die eine den Tätigkeiten entsprechende
Ausbildung ausweisen und ständig bereit sind, ihr Wissen den aktuellen
Erfordernissen anzupassen.
2. Diese
Anpassung erfolgt über regelmäßige externe und interne Weiterbildungen,
die von den Mitarbeitern offen angenommen werden müssen.
3. Die
Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima sollen zu einer Motivation der
Mitarbeiter beitragen, die das tägliche Handeln zu einem Miteinander
gestaltet, welches sich wohltuend auf alle Bewohner überträgt.
4. Jeder
Mitarbeiter muß bereit sein, eigenes Handeln immer wieder kritisch zu
hinterfragen, um eine Bereitschaft hin zum Dienstleister zu entwickeln.
5. Der
diakonische Dienst geschieht im Auftrag Jesu Christi. Wer sich aus anderen
Beweggründen zu diesem Dienst bereit findet, ist Mitarbeiterin und
Mitarbeiter mit gleichen Rechten und Pflichten; sie bzw. er muß jedoch die
evangelische Grundlage der diakonischen Arbeit anerkennen.
zurück |